Freiburgs Handicap im alljährlichen Fernduell mit der Eintracht

Im dritten Jahr nacheinander biegen Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg gemeinsam auf die Zielgerade. Einen echten Favoriten im Rennen um Platz 7 gibt es nicht. International sollten die Hessen dem Sport-Club aber die Daumen drücken.

Voller Fokus Bundesliga? Die SGE kennt das Problem

Die Beine schwer nach dem 120-Minuten-Pokalfight in Stuttgart, der Kopf noch etwas belastet nach dem geplatzten Final-Traum und dann auch noch ein Gastspiel in Dortmund vor der Brust, wo der SC Freiburg die letzten sieben Spiele verloren hatte und überhaupt nur vor 25 Jahren einmal gewinnen konnte – die Vorzeichen standen am vergangenen Wochenende wirklich sehr ungünstig für die Breisgauer.

Rund eine Stunde vor Anpfiff wurden die Aussichten bei Bekanntgabe der Aufstellung am Sonntagnachmittag nicht besser. Bei gleich vier Spielern waren die Beine sogar zu schwer, um überhaupt teilzunehmen. Matthias Ginter, Jordy Makengo, Johan Manzambi und Yuito Suzuki fehlten leicht angeschlagen oder mit Blick auf die Belastungssteuerung. Die individuellen Probleme wollte der Klub wohl aus taktischen Gründen vor dem bevorstehenden Halbfinale in der Europa League gegen Braga an diesem Donnerstagabend nicht kommunizieren.

Augsburg ist noch nicht ganz aus dem Rennen um Platz 7

In der ersten halben Stunde lief es dann aber noch viel schlechter, als ohnehin zu erwarten war. Ohne den zuletzt herausragenden Abwehrchef Ginter verlor der SC immer wieder die Ordnung und lief Gefahr, sich im Fernduell mit Eintracht Frankfurt um Platz 7 das Torverhältnis richtig verhageln zu lassen. Die Breisgauer stabilisierten sich zwar nach der Pause, die punktgleiche Eintracht hat nach dem Freiburger 0:4 dennoch die um sechs Treffer bessere Tordifferenz auf ihrer Seite.

Die Eintracht wiederum hatte schon am Samstagnachmittag mit dem 1:1 in Augsburg verhindert, dass auch der FCA noch einmal richtig ins Rennen eingreifen kann. Wobei das immer noch nicht ausgeschlossen ist, bei sechs Punkten Rückstand auf die Eintracht und Freiburg aber zumindest unwahrscheinlich. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle auch Mainz 05 erwähnt, die bei neun Punkten Rückstand wirklich nur theoretisch noch eine Chance besitzen.

Im dritten Jahr nacheinander biegen Freiburg und Frankfurt zusammen auf die Zielgerade der Saison. 2023/24 ging dem SC am Ende die Luft aus. Während die Eintracht auf Rang 6 die Europa League sicherte, musste Christian Streich seine Zeit in Freiburg als Tabellenzehnter beenden und konnte Julian Schuster keine internationalen Reisepläne hinterlassen.

Vergangene Saison war es ein Rennen um die Königsklasse. Aus dem Fernduell wurde ein richtiges Finale im Breisgau. Die SGE machte mit einem 3:1-Sieg am letzten Spieltag 2024/25 die Champions League klar – und schickte Freiburg in die Europa League. Wie sich gerade zeigt, gar keine so schlechte Sache für den Sport-Club.

Fokus Bundesliga – die Eintracht kennt das Problem

Dieses Jahr entscheidet sich alles in den kommenden drei Wochen. Das Freiburger Restprogramm gegen Wolfsburg (H), Hamburg (A) und Leipzig (H) mag auf dem Papier ein Ticken leichter als Frankfurts Spielplan gegen Hamburg (H), Dortmund (A) und gegen Stuttgart (H) sein. Dafür muss der SC mit der Mehrfachbelastung der beiden Halbfinal-Duelle im Europapokal klarkommen. Wie viele Körner die vergangenen Wochen gekostet haben, zeigte sich am Sonntag auch unabhängig von den Ausfällen, die der SC qualitativ nicht ersetzen kann.

Auch mental ist es nicht einfach, den Fokus im Tagesgeschäft trotz der bevorstehenden Highlights nicht zu verlieren. Für die meisten Spieler bietet sich in den kommenden zwei Wochen eine wohl einmalige Chance auf ein europäisches Finale. Die Eintracht kann ein Lied davon singen. Auf dem Weg zum Triumph in der Europa League war die Bundesliga in der Rückrunde 2022 irgendwann nur noch eine lästige Pflichtaufgabe, wie die überschaubare Ausbeute von 15 Punkten in der zweiten Saisonhälfte zeigt. So schlecht kann es in Freiburg gar nicht mehr werden.

Das Aus im DFB-Pokal hat den Freiburgern eine mögliche Ausfahrt Richtung Europa genommen. Bleiben noch zwei. Platz 7 in der Bundesliga reicht jetzt mindestens für die Conference League. Womöglich führt dieser Platz sogar in die Europa League und Platz 8 bedeutet die Conference League, sollte sich Deutschland über den UEFA-Koeffizienten einen weiteren Champions-League-Startplatz holen.

Was passiert, wenn Freiburg die Europa League gewinnt?

Der Gewinn der Europa League am 20. Mai in Istanbul ist und bleibt aber der sicherste Weg für den SC – und zudem der Einzige, der den Sport-Club in die Champions League führt. Die Eintracht könnte davon profitieren. Denn ein Freiburger Sieg im Besiktas-Park erhöht die Chancen Deutschlands enorm, Spanien im Rennen um den Extra-Startplatz für die Champions League noch abzufangen.

Unter der Prämisse, dass dies beides gelingt: Beendet Freiburg in diesem Szenario die Bundesliga auf Platz 7 und Frankfurt auf Platz 8, hätte sich der SCF über den Finalsieg in Istanbul das Champions-League-Ticket gesichert und die Bundesliga würde eine Mannschaft weniger in die Europa League schicken. Frankfurt würde in der Conference League starten.

 

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