Der 1. FC Köln hat den hart erkämpften Punkt beim FC St. Pauli teuer bezahlt. Ragnar Ache zog sich eine Muskelverletzung zu und wird in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen.
Köln verliert seinen Zielspieler
Es war die erste aussichtsreiche Offensivaktion der zweiten Halbzeit für den 1. FC Köln beim FC St. Pauli (1:1), die für Ragnar Ache in einer Auswechslung endete. Der Mittelstürmer hatte viel Platz auf dem rechten Flügel, bekam den Ball dort auch von Linton Maina zugespielt, beim Antritt aber fuhr es ihm in den rechten Oberschenkel. Mit links spielte er den Ball noch weiter, bevor er zu Boden ging.
„Das sah nicht gut aus“, sagte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler noch am Freitagabend und berichtete von einem niedergeschlagenen Ache in der Kabine. Nach einer MRT-Untersuchung steht fest: Der 27-Jährige hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Damit wird er „voraussichtlich bis zum Saisonende ausfallen“, heißt es in der Pressemitteilung.
René Wagner verliert für den Schlussspurt in der Bundesliga also seinen auserkorenen Zielspieler. Immer wieder wurde der zwar mit 1,83 Metern nicht hervorstechend große, aber sehr kopfballstarke Angreifer in den drei Spielen unter Wagner mit langen Bällen gesucht, sollte diese festmachen oder aber direkt weiterleiten, etwa für den sprintstarken Said El Mala.
Bülter ist die erste Alternative
Eine Rolle, für die in Aches Abwesenheit vorrangig Marius Bülter infrage kommt. Der 33-Jährige übernahm auch am Freitagabend im Sturmzentrum. Seine beste Szene hatte er allerdings in der Defensive, als er einen Kopfball von Tomoya Ando vor der eigenen Torlinie rausköpfte.
Auf der anderen Seite sorgte mit Luca Waldschmidt ein weiterer Kandidat für den Sturm per Strafstoß für den Ausgleich. Zuletzt machte er als Joker aus sich aufmerksam, mit ihm an der Seite von El Mala müsste Wagner allerdings wohl seinen Ansatz ändern. Für die vielen hohen Bälle fehlt dem 29-Jährigen die nötige Körperlichkeit. Die könnte alternativ noch Fynn Schenten (18) mitbringen. Der 1,89 Meter große Youngster kam unter Lukas Kwasniok bereits zu sieben Einsätzen, spielte zuletzt aber wieder für die U 21.
