Victor Boniface könnte in dieser Saison tatsächlich doch noch einmal für Werder Bremen auflaufen. Der Mittelstürmer soll bereits am Dienstag wieder individuell trainieren.
Spielt der Stürmer nochmal für Werder?
Victor Boniface und Werder Bremen – dieses Kapitel schien eigentlich schon abgeschlossen. Nun bekommt der Fall des nigerianischen Mittelstürmers eine überraschende Wendung. Wie Werder Bremen am Montagnachmittag mitteilte, weilt der 25 Jahre alte Angreifer wieder in Bremen und soll bereits am Dienstag seine erste individuelle Einheit am Weserstadion absolvieren.
„Victor soll die gesamte Woche vorerst individuell trainieren“, erklärt Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer den Plan mit dem von Bayer 04 Leverkusen ausgeliehenen Stürmer. „Anschließend soll er behutsam an das Mannschaftstraining herangeführt werden, so dass wir die Hoffnung haben, dass er in dieser Saison noch zum Einsatz kommen kann.“
Eine durchaus unerwartete Aussage, schließlich hatte Niemeyer im Januar, als Boniface sich einer Knie-Operation unterziehen musste, noch verlauten lassen, dass man nicht davon ausgehe, dass der Double-Sieger der Saison 2023/24 in dieser Saison noch für Werder zum Einsatz kommt. Offenbar haben sich die Aussichten nach der Reha, die der Stürmer bei seinem Stammverein in Leverkusen absolviert hatte, nun aber so weit verbessert, dass Niemeyer nun zu einer etwas optimistischeren Prognose kommt – ohne Garantie, dass Boniface Werder im Saisonendspurt tatsächlich noch helfen kann.
Der kräftige Angreifer war nach zwei Jahren in Leverkusen am letzten Tag der Transferperiode überraschend auf Leihbasis für ein Jahr nach Bremen gewechselt, um die Stürmerproblematik an der Weser zu beheben. Daraus wurde allerdings nichts: Boniface, dessen Wechsel zur AC Mailand sich zuvor ebenfalls schon wegen Knieproblemen zerschlagen hatte, kam nur auf elf Spiele für Werder, nur zweimal spielte er von Beginn an. Ein Tor erzielte er dabei nicht.
Nach Topps Verletzung herrscht Bedarf
Zuletzt stand Boniface am 7. Dezember im Nord-Derby beim Hamburger SV (2:3) auf dem Feld. Eine MRT-Aufnahme, die nach einer Mitte Dezember im Training erlittenen Knieprellung erstellt worden war, zeigte dann allerdings eine signifikante Verschlechterung eines Knorpelschadens, den Boniface erlitten und Werder bei der Leihe in Kauf genommen hatte. Im Januar stand dann fest: Boniface kommt nicht um eine Operation herum, die Saison galt als beendet – bis jetzt.
Ein Comeback des wuchtigen Stürmers würde Werder im Abstiegskampf zumindest eine weitere Option im dünn besetzten Angriffszentrum verschaffen, nachdem sich Keke Topp zuletzt in einem internen Testspiel einen Kreuzbandriss zuzog und die restliche Saison verletzungsbedingt verpassen wird.
