Mitte Februar wurde Hannes Dold von seinen Aufgaben als Co-Trainer beim 1. FC Köln freigestellt. Doch für den 33-Jährigen geht es am Geißbockheim weiter – in anderer Funktion.
Zuletzt für Standards zuständig
Als Lukas Kwasniok über die Freistellung seines Co-Trainers sprach, war kein Groll in seinen Worten. „Das tut mir menschlich sehr, sehr leid. Ich schätze Hannes sehr. Aber manchmal funktionieren die Dinge eben nicht mehr ganz so, und der Glaube geht verloren“, sagte der Chefcoach vor rund vier Wochen über seinen ehemaligen Mitarbeiter.
Köln bei ruhenden Bällen am Tabellen-Ende
Dold – erst im Sommer 2025 vom Analysten zum Co-Trainer aufgestiegen – verantwortete zuletzt die Standards beim Aufsteiger. Allein: Der 1. FC Köln ist sowohl offensiv als auch defensiv das schlechteste Team der Liga bei ruhenden Bällen. „In Bezug auf die Standards ist der Glaube verloren gegangen“, gab Kwasniok zu. Die Konsequenz: Dold musste nach weniger als einer Saison in neuer Funktion schon wieder gehen, inzwischen kümmern sich Co-Trainer Rene Wagner und Analyst Dennis Huckestein um Dolds ehemaliges Aufgabengebiet.
Beendet ist das Kapitel Köln für den A-Lizenz-Inhaber damit aber nicht: Intern wird Dold unabhängig von den Standards sehr geschätzt. Deswegen geht es für ihn nach kicker-Informationen nun an einer anderen Stelle weiter: Vorerst bis zum Saisonende soll sich Dold um die Analyse der Leihspieler des FC kümmern und gegebenenfalls Empfehlungen über die weitere Handhabe mit diesen Profis an die Sportliche Leitung formulieren. Dabei berichtet er direkt an Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler.
Sieben Profis spielen derzeit übergangsweise für andere Vereine: Julian Pauli (Dresden), Jusuf Gazibegovic (Sturm Graz/Österreich), Rasmus Carstensen (Aarhus/Dänemark), Imad Rondic (Münster), Elias Bakatukanda (Blau-Weiß Linz/Österreich), Emin Kujovic (Wolfsberger AC/Österreich) und Jaka Potocnik (Rot-Weiss Essen). Abgesehen von Carstensen, bei dem sich ein Verbleib in seiner dänischen Heimat stark abzeichnet, ist die Zukunft aller verliehenen Profis noch offen.
