Entscheidung gefallen: Wolfsburg macht weiter mit Bauer und Christiansen – vorerst

Der VfL Wolfsburg taumelt dem Abstieg entgegen, am Montag wurde beim Tabellen-17. intensiv diskutiert. Nach kicker-Informationen mit folgendem Ergebnis: Trainer Daniel Bauer bleibt vorerst im Amt – und Boss Peter Christiansen ebenso.

Viele Gespräche am Montag

Es wurde viel geredet am Montag in Wolfsburg. Lange schon vor dem 12-Uhr-Training hinter verschlossenen Türen, anschließend auch sichtbar für jedermann. Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph marschierte gemeinsam mit Geschäftsführer Peter Christiansen und Sportdirektor Pirmin Schwegler an den Rand des Übungsplatzes, sie schauten sich das Spielersatztraining an, das von Trainer Daniel Bauer und seinen Assistenten geleitet wurde.

Anschließend gab es noch lange Gespräche mit dem Coach. Und am Ende das Ergebnis: Bauer, der am Sonntag knallharte Kritik am Klub und damit auch an seinen Vorgesetzten geübt hatte, bleibt auch nach dem desolaten 0:4 in Stuttgart im Amt, bekommt im überlebenswichtigen Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den Hamburger SV eine weitere, vielleicht letzte Chance.

Die pikante Rolle von Boss Christiansen

Boss Christiansen ist der Mann, der an dem Trainer trotz der Durststrecke von nun sieben Spielen ohne Sieg und dem Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz festhält. Das Pikante daran: Der Däne, der den Klub in den vergangenen fast zwei Jahren ins sportliche Desaster geführt hat, darf ebenso weitermachen. Eine weitere Entlassung nach den Trennungen von Coach Paul Simonis und Sportdirektor Sebastian Schindzielorz dürfte er nach menschlichem Ermessen selbst kaum ohne die eigene Freistellung überstehen.

Chef Rudolph und die Politik der ruhigen Hand

Der Aufsichtsrat aber zögert weiter mit harten, fast überfällig erscheinenden Entscheidungen. Chef Rudolph setzt in der größten Misere der Vereinsgeschichte auf die Politik der ruhigen Hand – wenngleich sich der Klub parallel schon mit möglichen Retterkandidaten wie Ex-Trainer Dieter Hecking befasst. Eine riskante Kontinuität in der Krise und die Hoffnung, irgendwie noch in der bestehenden Konstellation die Kurve zu kriegen.

 

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