Die Fans des 1. FC Köln haben in dieser Saison bereits an der ein oder anderen Stelle für Aufsehen gesorgt. Für acht Vergehen mit Pyrotechnik auf den Rängen muss der Verein jetzt zahlen.
Höchste Strafe für Spiel in Gladbach
Dass der 1.FC Köln nach einjähriger Absenz aus der Bundesliga mit Pauken und Trompeten zurück ins Oberhaus kommen würde, davon war vermutlich auszugehen. Und auch die Fans feierten in zahlreichen Spielen diese Rückkehr – oftmals aber mit verbotenen Bengalos auf den Rängen.
Dafür muss der Verein nun die entsprechende Strafe zahlen. Gleich acht Urteile verhängte das DFB-Sportgericht am Freitag gegen den FC – immer wegen „unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger“, heißt es vom DFB. In jeder Urteilsbegründung ist dabei von „pyrotechnischen Gegenständen“ die Rede.
Strafen von mehr als 180.000 Euro
Die höchste Strafe wurde für das Fanverhalten im Rheinischen Derby erlassen. Für mindestens 56 Bengalische Feuer und 30 Blinker, durch die zu Beginn der zweiten Halbzeit die Partie beim Stand von 0:1 aus Kölner Sicht sogar kurzzeitig unterbrochen werden musste, wurde eine Geldstrafe in Höhe von 98.500 Euro verhängt. Davon kann der FC jedoch 32.800 Euro für eigene „sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen“ einsetzen.
Außerdem wurden Urteile für die Hinrundenpartien in Hoffenheim (1:0), gegen Augsburg (1:1), in Wolfsburg (3:3), gegen Union Berlin (0:1), in Bremen (1:1), gegen St. Pauli (1:1) und die DFB-Pokal-Begegnung gegen den FC Bayern (1:4) verhängt. Zusammengerechnet kommen dadurch noch einmal 96.000 Euro obendrauf, wovon ebenfalls ein Teil für eigene Präventionsmaßnahmen genutzt werden kann.
Schafft Köln die Revanche in Stuttgart?
Vom FC kam bisher noch keine Stellungnahme zu den Urteilen. Vom DFB heißt es derweil, dass zumindest die Strafe aus dem Derby in Gladbach rechtskräftig sei. Ob die Strafen nun zu einem Umdenken unter den Kölner Fans führen werden, wird sich zeigen. Bereits am kommenden Samstag steht der nächste Kracher an, wenn der Aufsteiger im Topspiel zum amtierenden Pokalsieger VfB Stuttgart muss. Nach der 1:2-Hinspielpleite wollen die Kölner nun die Revanche – und die mitreisenden Fans werden die Spieler auf dem Rasen ziemlich sicher wieder lautstark anfeuern.
