Erstmals im Jahr 2026 konnte der FC Bayern unter der Woche durchschnaufen, sieben Spiele in 20 Tagen verarbeiten. Im Spitzenspiel gegen Hoffenheim kann Trainer Vincent Kompany wohl auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.
Neuer kann wohl spielen
Die Entwarnung kam gleich zu Beginn der Pressekonferenz am Samstagvormittag: „Ich glaube, dass Manu heute trainieren wird, dann haben wir den vollen Kader, alle sind da“, sagte Trainer Vincent Kompany über Torwart Manuel Neuer, der das Training am Freitag krank verpasst hatte. Auch der zu Wochenbeginn kranke Harry Kane sei einsatzfähig. Zudem war unter der Woche Konrad Laimer nach einem Muskelfaserriss zurückgekehrt, der Österreicher duelliert sich mit Josip Stanisic um den Platz rechts hinten.
„Wir haben diese Woche genutzt, die Energie im Training war top“, lobte Kompany, der mit Blick aufs volle Personal sein erstes Ziel für 2026 erreicht hat: Stets hatte der Belgier betont, er wolle ohne Langzeitverletzte durch das straffe Programm kommen und komplett in die entscheidende Saisonphase gehen. Dafür müssen er und seine Mannschaft eine weitere englische Woche mit drei Spielen in sechs Tagen überstehen. Nach der Partie gegen Hoffenheim (Sonntag, 17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wartet am Mittwoch das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig und am kommenden Samstag die Partie bei Werder Bremen.
Eine kleine Krise sieht Kompany nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg und dem 2:2 beim Hamburger SV nicht, das volle Programm habe schließlich auch viele Auswärtsspiele enthalten, die Gegner hätten sich dagegen oft in Ruhe auf den FC Bayern vorbereiten können. „Wir haben den gleichen Hunger wie am 1. Januar.“
Eberl: Bei Upamecano auf der Zielgeraden
Ob der Vorsprung bis Sonntag durch einen Auswärtssieg von Borussia Dortmund am Samstag in Wolfsburg auf drei Punkte geschrumpft sein wird, interessiert den Trainer nicht: „Damit beschäftige ich mich nicht“, sagte Kompany, der sich lieber ganz auf sein Team und dessen Stärken konzentriert, unter anderem 74 erzielte Tore in der Bundesliga.
Und Hoffenheim? „Das ist eine starke Mannschaft mit einer guten Mischung unterschiedlicher Spielerprofile aus Jungs, die gerne in die Tiefe gehen, und anderen, die den Ball zwischen den Linien haben wollen. Wir haben Bock auf dieses Spiel, ich finde es immer gut, wenn der Gegner die Intensität bringt, die auch wir leisten können.“
Sportvorstand Max Eberl lobt den Gegner ebenfalls: „Die TSG ist die Überraschung dieser Saison, sie haben eine sehr spannende Mannschaft gebaut.“ Die hat zweifelsfrei auch der FC Bayern, wo nach der Vertragsverlängerung mit Serge Gnabry bis 2028 auch die von Dayot Upamecano bald verkündet werden soll: „Wir sind kurz vor der Zielgeraden“, äußerte sich Eberl sehr optimistisch.
