Ilzers Spezialauftrag an Kabak & Co.

Vor allem bei den ruhenden Bällen muss Hoffenheim gegen Union aufpassen, erwartet TSG-Trainer Ilzer. Der am Samstag auf eine Stütze verzichten muss.

TSG-Trainer sieht Union als „beste Standardmannschaft“

Denn bekanntlich hat sich Wouter Burger beim Nachhol-Sieg unter der Woche bei Werder Bremen die Rote Karte abgeholt. Was bedeutet: Der Niederländer fehlt der TSG Hoffenheim an diesem Samstag (15.30 Uhr, LIVE bei kicker), wenn der 1.FC Union in Sinsheim gastiert.

Burger ist „ein absoluter Spitzenspieler“

„Er ist ein absoluter Spitzenspieler“, schwärmt Trainer Christian Ilzer, lobt aber auch Burgers Nebenleute für ihre Reaktion nach dem Platzverweis in Bremen: „Die Mannschaft ist sehr gut mit der Situation umgegangen. Sie haben nicht mit der Roten Karte gehadert, sondern nach Lösungen gesucht. Das muss der Zugang sein, Lehren ziehen, den besten Umgang damit suchen.“

Das gilt selbstredend auch für den Österreicher selbst, denn mit Burger bricht ihm ein echter Eckpfeiler weg und aufgrund der englischen Woche muss der ein oder andere noch um seinen Einsatz bangen, ohne dass Ilzer Details verraten will: „Da gilt es morgen noch abzuwarten.“

„Diese Mannschaft ist eine Herausforderung“

Dass mit dem 1,91-Meter-Mann Burger ein groß gewachsener großer Akteur gegen die Köpenicker passen muss, kommt zur Unzeit. „Sie sind das beste Team Deutschlands bei Standardsituationen“, warnt der TSG-Coach vor der Union-Dominanz bei ruhenden Bällen. Ob er konkret Sonderbewachung, etwa für Danilho Doekhi, anordnet, ließ der 48-Jährige zwar offen. Allerdings kann man diese Spezialmaßnahme aus seiner Antwort durchaus schließen. Zunächst gelte es, die Anzahl der Standards zu minimieren, denn: „Union schafft es durch geradliniges Spiel sehr schnell in Bereiche vorzudringen, wo gefährliche Positionen für Standards entstehen.“

Dann müsse seine Mannschaft „mit gutem Selbstbewusstsein und wach und konzentriert darauf reagieren. Natürlich gibt es immer wieder Anpassungen, um zu reagieren auf die Strategien des Gegners.“ Was ins Aufgabengebiet der Innenverteidiger Ozan Kabak und Albian Hajdari fällt.

Allerdings wäre es laut Ilzer ein Fehler, die Berliner auf ihre physischen Qualitäten zu reduzieren. Exemplarisch nennt er dafür das jüngste 0:3 gegen Borussia Dortmund, was eben keine so klare Angelegenheit war, wie es das Ergebnis aussagt: „Sie sind in Dortmund früh in Rückstand gegangen und haben sich dennoch ein Duell auf Augenhöhe geleistet. Diese Mannschaft ist eine Herausforderung.“

 

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