Die nervende Arbeitsbiene Massengo

Meistens spielt er unauffällig und erledigt doch die kleinen, wichtigen Dinge auf dem Platz: Auch beim 2:1-Sieg in München glänzte Han-Noah Massengo nicht nur als Torschütze, sondern auch als den Gegner nervende Arbeitsbiene.

Mit und ohne Tor wichtig

Als potenziellen Torschützen verpflichtete der FC Augsburg den 24-jährigen Franzosen mit Wurzeln im Kongo eher nicht, weder beim FC Burnley in England noch bei AJ Auxerre in Frankreich war Han-Noah Massengo jemals ein Pflichtspieltor gelungen. Die Premiere gab’s erst in Augsburg, beim 2:3 in Stuttgart jedoch ohne Punkte. Umso wichtiger nun sein 2:1-Siegtreffer beim Auswärtscoup in der Allianz-Arena.

„Es war ein prädestiniertes Spiel für ihn, in dem er Bälle klauen und sich verausgaben konnte“, analysierte FCA-Sportdirektor Benni Weber anschließend und verglich seinen Mittelfeldspieler in der Arbeit gegen den Ball mit einem Jäger. Einer, der Beute machen will, lästig für die Gegenspieler ist. „Er lässt die Gegner nicht in Ruhe, nervt sie, stört ständig mit Körperkontakt hier und da“, beschrieb Weber Massengos Einsatzprofil.

In München brachte dieser viel Energie, leitete nach Ballgewinnen Konter ein wie bei Robin Fellhauers Lattenschuss unmittelbar vor der Halbzeitpause und erzielte schließlich mit dem richtigen Riecher den Siegtreffer, als er in den Strafraum ging und den von der Außenlinie zurückgelegten Ball von Dimitrios Giannoulis mühelos ins Tor schoss. Es folgte der Jubel vor der Kurve der 4000 mitgereisten FCA-Fans.

Eine Zweikampfquote von 80 Prozent

An Massengo als passendem Siegtorschützen bestand kein Zweifel, er war auch bis dahin schon bester und auffälligster Augsburger. In Zahlen: zwei Torschüsse und eine Torschussvorlage, 80 Prozent gewonnene Zweikämpfe, drei von vier Dribblings erfolgreich beendet und 12,39 Kilometer abgespult, darunter zwölf Sprints. Der kicker belohnte dies mit der Note 1,5.

„Ein Tor zu schießen fühlt sich gut an, aber es war in erster Linie eine echte Teamleistung. Wir wollten kompakt stehen und, sobald sich eine Chance ergibt, mutig nach vorne spielen – genau das hat heute funktioniert“, stellte der Mannschaftsspieler die Mannschaftsleistung in den Vordergrund, was auch sonst?

Die rund drei Millionen Euro Ablöse aus dem Sommer scheinen jedenfalls gut investiert. Massengo stand in allen 19 Bundesligaspielen auf dem Platz, nur einmal davon nicht in der Startelf. Der Notendurchschnitt von 3,58 ist hinter Chrislain Matsima, Anton Kade und Mert Kömür der viertbeste aller Augsburger Feldspieler, die Doppelsechs dank ihm meist stabil und nicht immer mit so starken Impulsen nach vorn wie in München. Aber wenn’s gegen den großen FC Bayern klappt, könnte es künftig auch gegen andere Gegner häufiger und besser gelingen.

 

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