Jonas Urbig kam am Samstag zu seinem sechsten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison. Trainer Vincent Kompany erklärt die Hintergründe.
Sechster Saisoneinsatz
Dass Jonas Urbig am Samstagnachmittag das Tor des FC Bayern hütete, war für Manuel Neuer keine Überraschung. „Mit Manu war das so geplant, das ist normale Planung“, stellte Trainer Vincent Kompany kurz vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg bei Sky klar. „Im Januar ist der Druck sehr groß, wir spielen praktisch alle drei Tage. Das ist wichtig für Jonas‘ Entwicklung, aber auch für Manu. Wir nutzen, was wir haben – zwei starke Torhüter.“
Für Urbig war es der erste Pflichtspieleinsatz im neuen Kalenderjahr, der sechste in dieser Saison. Zuletzt hatte er beim 4:0 in Heidenheim drei Tage vor Heiligabend zwischen den Pfosten gestanden (kicker-Note 2,5). Auch gegen Borussia Mönchengladbach am 8. (3:0, kicker-Note 3,0) und beim VfB Stuttgart am 13. Spieltag (5:0, 2,5) hatte der 22-Jährige seinen Kasten sauber gehalten. Dazu vertrat er den damals rotgesperrten Neuer in den ersten beiden Runden im DFB-Pokal.
Auswirkungen auf die defensive Abstimmung, in der Dayot Upamecano erneut erkrankt fehlte, fürchtete Urbig im Vorfeld nicht. „Wir kennen uns alle gut. Wir trainieren auf dem Platz hart und fleißig. Deswegen vertrauen wir uns allen gegenseitig. Das wird kein Problem.“ Dafür gab es auch in seinen bisherigen Auftritten keine Anzeichen.
Karl? „Das kann man rauslaufen“
Während Serge Gnabry wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht im Kader stand, gehörte Lennart Karl der Startelf an, obwohl er im Abschlusstraining noch gefehlt hatte. Kompanys Erklärung: „Heute Morgen war klar, dass er spielen kann. Wir haben viele Spiele, einige Jungs kommen zurück nach Krankheit oder Verletzungen. Wir müssen die richtigen Entscheidungen treffen. Bei Lennart war das kein Problem, das war nur ein Schlag. Ein Schlag tut weh, aber das kann man rauslaufen. Er hat alles mitgemacht, er ist fit.“
Für Jamal Musiala war erneut ein Joker-Einsatz vorgesehen. „Das ist im Moment sportmedizinisch. Ich hoffe, dass er etwa eine halbe Stunde spielen kann“, so Kompany. „Mal schauen, was der Spielverlauf bietet.“
