Frankfurt bekommt seine defensiven Probleme einfach nicht in den Griff. Auch in Bremen setzte es einmal mehr drei Gegentore. Aus diesem Grund muss Trainer Dino Toppmöller um seinen Job fürchten. Bei einer Telefonkonferenz am Samstagmittag könnte eine Entscheidung fallen.
Nach Frankfurts 3:3 in Bremen
Im ersten Rückrundenspiel rettete Eintracht Frankfurt in Bremen dank Ansgar Knauff noch spät einen Punkt. Doch für Freude sorgte es bei den Hessen nicht wirklich. „Für mich ist das 3:3 am Ende glücklich zustande gekommen, nicht mehr“, so Sportvorstand Markus Krösche in der Mixed-Zone. Auch sonst sorgte der Treffer nicht für Jubel.
Der 45-Jährige haderte vor allem mit den immer wieder auftretenden Problemen wie den zahllosen einfachen Gegentoren. In 18 Spielen kassierten die Adlerträger 39 Gegentore – aktueller Höchstwert in der Bundesliga. Schlussmann Kaua Santos musste alleine neunmal in den drei Partien nach dem Jahreswechsel hinter sich greifen, wodurch die SGE innerhalb der englischen Woche sieben Punkte nach Führungen verspielte.
„Es sind immer wieder die gleichen Fehler. Wir haben jetzt seit 17, 18 Spielen die gleichen Themen, die uns begleiten. Wir kriegen unfassbar einfache Gegentore, sind im Ballbesitz viel zu hektisch – und haben keine Struktur“, erklärte Krösche.
„Es verändert sich nichts.“ (Markus Krösche)
Obwohl er seine Worte fast jeden Spieltag wiederhole, „verändert sich nichts“. Dadurch rückt nun auch die Frage nach der Zukunft von Trainer Dino Toppmöller in den Fokus. „So können wir nicht weitermachen“, sagte der SGE-Vorstand, der anschließend auf die explizite Rückfrage zum Coach ein klares Bekenntnis vermied: „Wir besprechen es jetzt. Wir müssen die Themen angehen und sehen, dass wir solche Leistungen nie wieder zeigen“, antwortete er.
Nach kicker-Informationen ist für Samstagmittag eine Telefonkonferenz angesetzt, Krösche wird sich mit dem Hauptausschuss des Aufsichtsrats besprechen. Oder bereits eine Entscheidung verkünden?
Toppmöller selbst hatte direkt nach der Partie nicht den Eindruck, dass er um seinen Job fürchten muss. „Das Gefühl habe ich nicht“, so der 45-Jährige auf der Pressekonferenz. Es gehe jedoch nicht um sein Gefühl, sondern um die Unzufriedenheit aufgrund der bisherigen Punktausbeute: Die Eintracht feierte in den vergangenen neun Pflichtspielen lediglich einen Sieg. „Natürlich bin ich in allererster Linie in der Verantwortung, das ist doch klar“, so der Eintracht-Trainer, dessen Zukunft in seinen zweieinhalb Jahren in Frankfurt nie so ungewiss war wie aktuell.
